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SF2 ECCR Rebreather

„Keep it simple!“ So lautete der Leitspruch bei der Entwicklung des SF2 und schon auf den ersten Blick zeigt sich, dass dieser Anspruch auch in die Realität umgesetzt wurde.  Das Gerät wirkt wie aus einem Guss und besitzt eine überzeugend einfache Form.  Im Vergleich zu anderen Geräten wirkt der SF2 übersichtlich und kompakt. Der Grund hierfür erschließt sich schnell auf den zweiten Blick. Die Gegenlunge befindet sich in der Tube. Der SF2 kann diesbezüglich seine Herkunft nicht leugnen: Sein Vorgänger, der (wie überraschend) SF1 war ein PSCR.

Fast alle zurzeit erhältlichen Geräte positionieren die Gegenlungen auf der Brust, was beim Technischen Tauchen tatsächlich nicht unproblematisch ist. Die Umstellung von OC auf CC gestaltet sich schwierig. Stages müssen anders positioniert werden und sitzen häufig zu tief, wodurch Trimm und Wasserwiderstand negativ beeinflusst werden. Die Positionierung von verschiedenem Zubehör, wie zum Beispiel der Back Up Lampe(n) muss neu überdacht werden, da die Lungen  eine Befestigung an der gewohnten Stelle nicht zulassen.  

Der untere Bereich des SF2 kommt PSCR erfahrenen Tauchern dann auch sehr bekannt vor, obwohl das Carbonrohr von außen eine völlig neue, hochwertige Anmutung bietet. Darunter befinden sich dann aber die bekannten Atembälge und überraschenderweise immer noch zwei, ein großer und ein kleiner. Die schließende Membran des kleinen Balgs, die beim PSCR teile des Atemgases kapselt, sucht man jedoch vergebens. Rein technisch könnten man auf den inneren Balg verzichten, aber er ist eine ideale Wasserfalle.

Das Mittelstück des SF2 ist tatsächlich eine fast vollständige Neuentwicklung. Hier mussten zwei verschiedene Ansprüche, die moderne Kreislaufgeräte auszeichnet, umgesetzt werden. Zum einen sitzt hier der Bypass, der bei zu geringem Volumen im System automatisch Gas einspeist und zum anderen befinden sich hier die Anschlüsse des „Manual Ads“  welcher es dem Taucher erlaubt manuell Sauerstoff oder Diluent einzuspeisen. 

Über dem Mittelstück sitzt, wiederum von einem Carbonrohr umhüllt, ein bis zu 2,2 kg fassender Kalkbehälter. Werkzeug braucht man zur Montage oder Demontage des SF2 übrigens nicht. Alle Verschraubungen des Geräts können einfach mit der Hand geöffnet bzw. geschlossen werden. Dies gilt auch für die Elektronikkammer des SF2, die sich unterhalb des Kopfs befindet. Hier sitzen drei Sauerstoffzellen und das Magnetventil. Die gesamte Elektronik ist gut geschützt. Geringe Mengen Feuchtigkeit, zum Beispiel durch Kondenswasser, können ihr nichts anhaben.

Die Anschlussstücke der Atemgarnitur sind leicht winklig am Kopf montiert. Dies führt zu einer optimalen Positionierung der Garnitur und zu einem angenehmen Tragekomfort für den Taucher.

Beim äußeren Aufbau setzt sich die klare Linienführung durch.  Die 3 Liter Flaschen harmonieren größentechnisch perfekt mit dem Gerät. Das Kreislaufgerät ist ein Leichtgewicht, doch für einen besseren Trimm und eine Reduktion der zusätzlich benötigten Bleimenge sind 300 bar Flaschen sicherlich die bessere Wahl. Befestigt werden die Flaschen mit Quick Snap Systemen. Diese ermöglichen ein ungewöhnlich leichtes Handling bei der Mon- und Demontage. Aber nicht nur das einfache Handling, auch der Zugriff auf Flaschen mit größeren Volumina zeigen den Vorteil des Tubing Aufbaus gegenüber Rebreathern die komplett in einen Kasten gepackt werden. Der SF2 richtet sich eindeutig an den Advanced Sports Diver oder den technischen Taucher!

Wäre im Frontbereich nicht die Atemschlange, könnte man den SF2 auch für ein OC Gerät halten, so klar und aufgeräumt kommt die Vorderseite daher.

Im Frontbereich befinden sich in der Trimix Ausbaustufe auch die Manual Adds. Über diese, aus harteloxiertem Aluminium gefertigten Adds, kann Offboard Gas in das Gerät eingespeist und der SF2 manuell gesteuert werden. Somit kann der SF2 auch für höchst anspruchsvolle technische Tauchgänge eingesetzt werden.